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Ist das Kitsch oder kann das weg?

Kitsch als eigenständige Ästhetik zwischen Subjektivität, Weiblichkeit und Kostümdesign.

Masterarbeit Kostümdesign, Sommersemester 2026

Betrachtet man Kitsch abseits von veralteten Geschmacksurteilen, verliert er sofort seinen Ruf als billiger Abklatsch. Kitsch ist kein gestalterischer Unfall, sondern eine bewusste ästhetische Entscheidung. Er bricht radikal mit dem elitären Anspruch, dass Kunst immer unbequem und herausfordernd sein muss, und schafft stattdessen einen Raum, der laut, künstlich und voller Emotionen sein darf.

Kitsch war von Anfang an ein Befreiungsschlag - er hat Kunst für alle zugänglich gemacht.

Was ist falsch daran, den Menschen eine kleine Auszeit zu geben in einer Welt, die aufregend und fordernd genug ist? Gerade in Zeiten von gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen und weltweiten Krisen sehnen sich die Menschen nach einer Pause vom ewigen Sorgenmachen und kritischen Hinterfragen. Es muss gar nichts Schlechtes sein, der Realität für eine Weile in eine „heile Welt“ entfliehen zu wollen.

Für die praktische Realisierung des Themas wurden drei ikonische Kitsch-Motive ausgewählt:

die Spieluhrballerina, das Plüschtier und die Schneekugel.

Ausgehend von dem Phänomen der Lust am Sammeln basiert das gestalterische Gesamtkonzept für die kostümbildnerische Umsetzung auf der Idee, die Figuren von einem Sammelregal zum Leben zu erwecken. Dabei werden kleine Kitschobjekte in lebensgroße, theatrale Figuren übersetzt, wodurch ihnen ein individueller Charakter gegeben wird.

Bei der Auswahl der Kitsch-Objekte wurden Motive gewählt, die gesellschaftlich sowohl mit Kitsch in Verbindung gebracht werden als auch mit Weiblichkeit, und somit eine Brücke zwischen den beiden Themenkomplexen herstellen.

Durch klicken auf die jeweiligen Bilder erscheinen weitere Informationen und mehr Bilder zu den einzelnen Kostümen. 

ENTWURF UND ANFERTIGUNG

Trisha Jung

FOTOS

Julia Duarte

MODELS

Jorja Jung

Juli Vance

Ana Arneth

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